‚Horizonte‘-Stipendienprogramm
in Hamburg

zur Förderung begabter und engagierter Lehramtsstudierender mit Migrationshintergrund wurde 2008 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung (GHS) ins Leben gerufen und in Hamburg seit 2009 gemeinsam mit der Jürgen Sengpiel Stiftung durchgeführt. Die GHS zog sich aus dem Programm zurück, begleitet aber den Programmtransfer nach Hamburg noch bis 2017.

Bis 2017 werden insgesamt 60 junge Lehrkräfte das ‚Horizonte‘-Programm in Hamburg absolviert haben.

Seit dem Wintersemester 2016/2017 besteht eine  Kooperation zwischen der Claussen-Simon-Stiftung,  der Jürgen Sengpiel Stiftung und der Dürr-Stiftung. Die drei Stiftungen führen das Stipendienprogramm in Hamburg weiter, weil sie von der Qualität und Notwendigkeit eines solchen Programms überzeugt sind und vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen Vielfalt und interkulturelle Kompetenz auf Seiten der Lehrkräfte fördern wollen..

In seit 2009 bewährter Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg und dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung können pro Jahr bis zu zehn Stipendien ausgeschrieben und an motivierte angehende Lehrkräfte mit Migrationshintergrund vergeben werden. Die Dürr-Stiftung übernimmt die Finanzierung von jeweils drei Stipendien pro Jahr. Bei einer zweijährigen Laufzeit des Stipendiums sind das seit dem Wintersemester 2017/2018 sechs Stipendien.

Das ‚Horizonte‘-Programm umfasst eine materielle Förderung von € 300,00 monatlich  und als ideelle Förderung ein Curriculum, das die Themen Zusammenarbeit mit Eltern, Classroom Management und Konfliktmanagement behandelt und das Raum für individuelle Entwicklungsvorhaben lässt.

Im Rahmen der ideellen Förderung im ‘Horizonte’-Programm müssen die StipendiatInnen Pflichtseminare besuchen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an weiteren ideellen Förderangeboten der Claussen-Simon-Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft.

Pflichtseminare sind:

  • das Zielfindungsseminar zu Beginn der Förderung: hier legen die Stipendiatinnen und Stipendiaten gemeinsam mit einem Coach zwei Entwicklungsziele fest, die sie  im Rahmen des Stipendiums individuell verfolgen wollen.
  • Konfliktmanagement im Kontext Schule
  • ein Reflexionsseminar: hier können sich die Studierenden ihrer mit der eigenen Migrationsgeschichte verbundenen Potentiale bewusst werden und daraus die eigene Rolle definieren. Oft erleben sie, dass ihnen   ein besonderes Potenzial für den Umgang mit Multikulturalität und Mehrsprachigkeit zugesprochen wird.  Gleichzeitig werden sie häufig ungefragt in die Rolle des „Migranten vom Dienst“ gedrängt.
  • Mit Eltern erfolgreich kooperieren: z.B. wie kann ich als Lehrkraft eine vertrauensvolle Beziehung herstellen?
  • Classroom Management: Erlernen von Strategien und Methoden für ein gutes Lernklima.

Individuelle Fortbildungen:

Neben den Pflichtseminaren können sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten eigene Fortbildungsschwer-punkte setzen. Für z.B. Erweiterung von Fachkenntnissen, Stärkung der Persönlichkeit, Sprachkurse, Praktika oder kürzere Ausland-saufenthalte steht ein Budget von zweimal € 500,00 zur Verfügung.

In monatlichen Jour Fixes treffen sich alle aktiven Stipendiatinnen und Stipendiaten mit ihrer Tutorin zum Kennenlernen und zum fachlichen und persönlichen Austausch; die inhaltliche Gestaltung der Treffen verantwortet die Gruppe gemeinsam.

 

Kontakt:

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Claussen-Simon-Stiftung

Christine Geupel, Programmleitung
Große Elbstraße 145f
22767 Hamburg
Tel. 040 3803715–0
christine.geupel@cs-stiftung.de